Mein intensives Interesse an Verschwörungstheorien hat zwar seit einigen Jahren stark nachgelassen, aber ab und zu öffnen sich einem dann doch wieder Quellen, in denen man sein "Wissen" auffrischen bzw. den Glauben verstärken kann.
Erst heute bin ich _zufällig_ auf Robert Anton Wilson's "Lexikon der Verschwörungstheorien" gestoßen und hab's mal grob überflogen. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um eine lexikonartige Übersicht sowohl großer, kleiner, teils lustiger, stark verbreiteter oder fast unbekannter Verschwörungstheorien. Je nach _Schweregrad_ stehen zwischen 3 Zeilen und 3 Seiten dafür zur Verfügung. Meist sachlich, mit Querverweisen, aber leider viel zu knapp gehalten.
Das Buch hätte eigentlich auch in der "... for dummies" Reihe erscheinen können. Nett für Neugierige und Einsteiger, moderat für Verschwörungskenner und -liebhaber, aber bestimmt nichts für "suchende zweiten Grades" (die, die mehr wissen wollen) oder gar involvierte. Manche Themen wirken meiner Meinung nach auch etwas fehlplaziert (z.B. Yin/Yang). Das beste allerdings an diesem Buch ist sowohl das Vorwort als auch das abschließende Interview mit R.A.W. Habe mich beim Lesen köstlich amüsiert und wenn ihr das Buch mal irgendwo seht ... alleine deswegen lohnt sich schon ein Blick in dasselbige.
In diesem Sinne ... ich muss jetzt nochmal nachlesen, was es mit den Illuminierten Judeo-Freimaurern der kiffenden Satanisten vom Planet X zu tun hatte. Und immer dran denken ... "Bloß weil du nicht paranoid bist, heißt das noch lange nicht, daß sie nicht hinter dir her sind..." 